Auswirkungen & Chancen: Wie die Leasingbranche gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen kann

Next Big Think Apr. 22, 2021

Wie die gesamte Wirtschaft hat die COVID-19-Pandemie auch Leasingunternehmen hart getroffen. Im Jahr 2020 ging die Anzahl der Neugeschäft deutlich zurück. Doch bereits jetzt blickt die Branche wieder positiv in die Zukunft: Denn Leasing bietet der Wirtschaft die jetzt benötigte Flexibilität und hilft bei Digitalisierung und Ökologisierung!

Die Zahlen können nicht schöngeredet werden: Auch die Leasingbranche musste in der Corona-Krise Federn lassen. In den ersten drei Quartalen 2020 ging das Neugeschäft um satte zwölf Prozent zurück, vor allem das Segment der Produktionsmaschinen war mit einem Minus von 20,7 Prozent hart getroffen.

Mit Blick auf das Investitionsklima im vergangenen Jahr ist dies nicht weiter verwunderlich: Eine KfW-Studie kam im Herbst zum Schluss, dass die Unternehmensinvestitionen 2020 auf rund 12 Prozent des Bruttoinlandprodukts fallen werden. Dies ist ein ähnlich niedriges Niveau wie in der Finanzkrise vor gut zehn Jahren. Alleine im Mittelstand werden rund 40 Milliarden Euro Neuinvestitionen verloren gehen.

„Dies spiegelt sich auch in der Neugeschäftsentwicklung der Leasing-Branche wider", erklärte Kai Ostermann, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Leasingunternehmen (BDL) die deutlichen Zahlen in einer Pressemitteilung des Verbandes.

Licht am Ende des Tunnels?

Doch bereits jetzt – im Frühjahr 2021 – sieht die Zukunft um einiges heller aus. Konjunkturexperten prognostizieren einen deutlichen Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen, von dem auch Leasingunternehmen profitieren werden. Der ifo-Geschäftsklimaindex Leasing lag im März 2021 mit 16,5 Punkten deshalb deutlich im positiven Bereich. Es war der höchste Wert seit einem Jahr.

Die verbesserte Lage sei vor allem auf die optimistischere Stimmung bei den Leasingkunden im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor zurückzuführen, so die Meinung von Dr. Kai Wohlfarth, Referatsleiter Volkswirtschaft und Finanzierung beim BDL. „Trotz des holprigen politischen Pandemiemanagements steigt die Hoffnung auf die Frühjahrbelebung des Geschäftes“, schlussfolgert Wohlfarth in der BDL-Pressemitteilung.

Auch Nachholeffekte nach der Krise könnten der Leasingbranche zu neuem Schwung verhelfen. „Die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden wieder stärker in den Fokus rücken und Digitalisierung bleibt ein Dauerthema“, erklärt BDL-Präsident Ostermann bereits im Dezember-Newsletter. "Unternehmen werden ihre Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge oder IT-Equipment verstärkt mittels Leasing realisieren, denn Leasing schont ihre Liquidität.“ Und Liquidität ist genau das, was nach der Krise vielen Unternehmen fehlt.

Leasing bietet notwendige Flexibilität

Gewinnen kann die Leasingbranche aber vor allem durch eins: Flexibilität. Regelmäßig zeigen Umfragen, dass Flexibilität für Unternehmen der Grund Nummer eins für diese Finanzierungsform ist. Und gerade in Zeiten von schnellen technologischen Entwicklungen und immer kürzeren Produktzyklen ist Flexibilität für die Aufrechterhaltung von Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit nach der Krise zentral.

Die nötige Flexibilität können Leasingunternehmen ihren Kunden insbesondere mit neuen Technologien und der Digitalisierung bieten. Durch den Einsatz von Sensorik oder dem Internet der Dinge werden Modelle wie „pay-per-use“ oder „pay-as-you-earn“ möglich. Dabei werden keine fixen Leasingraten ausgehandelt, sondern diese hängen vom effektiven Nutzen des Leasingobjekts für den Kunden ab. Gerade in Corona-Zeiten, in denen ganze Wirtschaftszweige stillstanden, wären diese flexiblen Angebote attraktiv gewesen. Aber auch in den unsicheren kommenden Monaten können sie Unternehmen Sicherheit bieten.

Digitale Lösungen werden durch die Krise wichtiger

Auch bei einem weiteren Punkt kann die Branche von der Digitalisierung profitieren: Für immer mehr Leasingkunden werden schnelle Prozesse wichtig. Sie wollen Verträge unkompliziert, in kurzer Zeit und vor allem digital abschließen. Der Finanzierungsmonitor 2020 von Creditshelf zeigt, dass der Faktor Geschwindigkeit insbesondere während der Corona-Krise zugenommen hat. 88 Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage zu oder eher zu. Für 76 Prozent ist in Krisenzeiten die Geschwindigkeit gar wichtiger als beispielsweise die Konditionen. Leasingunternehmen, die auf digitale Vertragsstrecken und umfassende Kundenportale setzen, haben darum nicht nur heute schon einen Wettbewerbsvorteil, sondern werden  in den nächsten Jahren ihren Vorsprung vermutlich noch ausbauen können.

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Simon Fiedler
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Dominic Hauser

Dominic Hauser ist Redakteur bei fintechcube. Davor war er in Bern als politischer Redakteur tätig und beschäftigte sich nach seinem Umzug nach Berlin mit der Digitalisierung des Public Sectors.