Estably, Liechtensteins erste digitale Vermögensverwaltung – made by fintechcube –

Next Big Think Mai 12, 2021

Von der Idee bis zur fertigen Online-Plattform – welche Schritte sind dafür notwendig? Welche Herausforderungen gibt es auf dem Weg zum Ziel zu meistern? Wie sieht die Zusammenarbeit mit dem Kunden aus? Hier erhalten Sie einen exklusiven Einblick in die Arbeitsweise von fintechcube!

Die Vermögensverwaltungen im Fürstentum Liechtenstein bieten qualitativ hochwertigen Service. Durch die Vorschriften der Finanzmarktaufsicht werden sie streng reguliert und gelten als sicher und äußerst profitabel. Jedoch war es bisher Großkunden mit einer Geldanlage ab 500.000 € vorbehalten hier zu investieren.  Die Vermögensverwaltung Früh & Partner wollte auch Kleinanlegern ab 35.000 € ermöglichen, von den Liechtensteiner Vorteilen zu profitieren. Für diesen Zweck planten sie den Aufbau einer digitalen Vermögensverwaltung, bei der Depots ganz einfach online eröffnet, Geld ein- und ausgezahlt und Transaktionen überwacht werden können.

Mit dieser Idee kam Früh & Partner Anfang 2019 auf fintechcube zu. Das Münchner Fintech-Startup hat bereits Erfahrung bei der Entwicklung digitaler, rechtskonformer Onboarding-Strecken aus anderen Projekten (wie zum Beispiel Solidvest) und erwies sich somit als idealer Partner.

Vorgehensweise: Wie startet man ein so komplexes Projekt?

Im ersten Schritt mussten die üblichen Abläufe für die Onboarding-Strecke nachempfunden und ein digitaler Prozess konzipiert werden. fintechcube-Projektmanagerin Veronika Pinter erzählt: „Wir haben Formulare entwickelt, die alle notwendigen Kundendaten abfragen und selbstverständlich die rechtlichen Bedingungen erfüllen. Dafür haben wir Schnittstellen zu Kontrollinstanzen eingeplant, die die Identität des Anlegers prüfen.“

Die Herausforderung dabei bestand darin, dass normalerweise ja ein Mitarbeiter der Vermögensverwaltung den Kunden bei der Depoteröffnung begleitet und alle Daten und Dokumente einfordert. „Beim digitalen Prozess muss der Kunde selbstständig alle notwendigen Angaben übermitteln“, sagt Veronika Pinter, studierte Betriebswirtschaftlerin und langjährige Mitarbeiterin bei fintechcube. „Darum galt es, im nächsten Schritt eine intuitive und einfache Benutzeroberfläche zu entwickeln, die so selbsterklärend und eindeutig designt ist, dass sich der Kunde auch ohne zusätzliche, persönliche Beratung zurechtfindet. Er wird an die Hand genommen, schrittweise durch den Prozess geführt, ihm werden Erklärungen und Informationen mitgeliefert. Erst wenn feststeht, wie der Prozess läuft und wie er aussieht, kommt das Development-Team ins Spiel und kümmert sich um die technische Umsetzung.“

Einzigartigkeit: Warum ist Estably ein besonderes Projekt?

Schnell bekam das Projekt einen Namen, unter dem Liechtensteins erste digitale Vermögensverwaltung auch heute noch bekannt ist: “Estably”.
Ein besonderer Service, den Estably bietet, ist das Value Investing. So kann der Kunde je nach Risikobereitschaft zwischen drei Anlagestrategien wählen: Value 30 für Investoren, die nur ein möglichst geringes Risiko eingehen und maximal 30 Prozent in Aktien anlegen möchten. Value 60 bietet ein ausgewogenes Portfolio, bei dem maximal 60 Prozent des Vermögens in Aktien fließt. Value 100 ist für die Spekulierfreudigen mit 100 Prozent Aktienanlage.  
„Wenn man eine Software dafür schreibt,“ erklärt der Leiter des Münchner Entwicklungsteams Raul G. Alcaraz, „dann ist die Wahl zwischen drei Anlagestrategien wie eine Weggabelung. Von diesem Punkt an muss man drei Stränge weiterverfolgen, die unterschiedlich verlaufen können. Was das Ganze jedoch erst so richtig tricky gemacht hat, ist der Umstand, dass der Estably-Kunde sich zwischen zwei Depotbanken entscheiden konnte.“

In der Tat ist die Anbindung an eine zweite Depotbank eher ungewöhnlich und stellte das fintechcube-Team vor neue Herausforderungen. Neben der Baader Bank (Mindestanlagesumme: 35.000 €) ist nämlich auch die Liechtensteinische Landesbank (Mindestanlagesumme 100.000 €) als Depotbank an die Plattform angebunden. Die Onboarding-Strecke ist auch auf der englischen Sprache verfügbar und eröffnet so einer größeren Zielgruppe die Möglichkeit, Depotkonten bei Estably zu eröffnen.

Rückblickend hebt Andreas Wagner, Managing Director und Partner bei Estably, vor allem jene gelungene Onboarding-Strecke hervor: „Dass diese problemlos auch von unseren älteren Kunden durchgeführt werden kann, spricht für die Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit, an der fintechcube maßgeblichen Anteil hatte!“

Arbeitsweise: Was zeichnet fintechcube aus?

fintechcube ist nicht einfach ein Digitalisierungsdienstleister, der analoge Prozesse digitalisiert. Das Münchner Startup versteht sich als Partner und Berater auf Augenhöhe. Ein Merkmal dafür ist die kundenzentrierte, agile Arbeitsweise, mit der sichergestellt wird, dass jeder Fortschritt mit dem Kunden (in diesem Fall Estably) abgestimmt ist. In Sprints erarbeitet das Team neue Features und Arbeitsstände, die es dem Auftraggeber wöchentlich präsentiert. Projektmanagerin Veronika Pinter erklärt die Vorteile: „Wir haben in einem wöchentlichen Call den aktuellen Stand miteinander besprochen. Jeder einzelne Teilschritt konnte so zeitnah geprüft und abgesegnet werden. Wünsche und Anregungen unseres Kunden haben wir aufgenommen und berücksichtigt. Aber auch wir selbst haben neue Ideen miteingebracht, um am Ende ein optimales Produkt zu erzielen.“

Damit ein dermaßen komplexes Projekt mit vielen unterschiedlichen Beteiligten gelingt, ist eine gute Kommunikation und viel Transparenz von allen Seiten notwendig. Darum ist es bei fintechcube Standard, dass auch das Entwickler-Team immer eng eingebunden wird. Chef-Developer Raul G. Alcaraz weiß warum: „Ich habe schon umfangreiche Erfahrungen bei der Umsetzung digitaler Prozesse im Finanzwesen gesammelt. Darum weiß ich genau, was machbar ist und was nicht. Viele Kunden haben wenig Einblick in die technischen Details und sind dankbar, wenn man ihnen konkrete Empfehlungen gibt.“

Auch bei Estably kam diese Vorgehensweise gut an. „Durch die wöchentlichen Calls wurden wir stets auf dem Laufenden gehalten und konnten auch kurzfristig Änderungswünsche äußern“, so Andreas Wagner.

Livegang: Wie gelang der erfolgreiche Start?

Im Januar 2020 ging die Plattform live. Es folgte eine Testphase mit den ersten zehn Kunden. Im Frühjahr 2020 begann der Übergabeprozess für das System an den internationalen Finanzplatz Liechtenstein mit umfangreichen Mitarbeiterschulungen. „Wir haben den Kunden durch den Code geführt,“ so Raul G. Alcaraz, „damit die Mitarbeiter dort selbst Änderungen durchführen und das Produkt weiterentwickeln können. Aber wir stehen natürlich weiterhin zur Verfügung, falls es Probleme oder größere Änderungswünsche gibt.“

Seit Sommer 2020 steht Estably jedem zur Verfügung: www.estably.com

Zusammenfassung: Was kann Estably – und welchen Beitrag leistete dafür fintechcube?

Zuvor waren für eine Depoteröffnung zahlreiche Papierdokumente und Arbeitsaufwand für die Vermögensverwalter notwendig. Mit Estably können Kunden ihr Geld selbstständig und vollständig digital innerhalb von 20 Minuten anlegen. Auf der Estably-Plattform können Investoren die Entwicklung ihrer Aktien rund um die Uhr einsehen, von überall aus der Welt. Mit diesem Projekt ist es gelungen, für Kunden und Mitarbeiter Zeit zu sparen. Es wurde eine komfortable Lösung geschaffen, die mehr Transparenz für die Anleger ermöglicht.

fintechcube stellte für Estably nicht nur klassische IT-Outsourcing-Leistungen wie Software-Entwicklung, Design, Testing und IT-Support, sondern unterstützte auch in der Konzeption, mit Projekt- und Produktmanagement sowie mit abschließendem Knowledge-Transfer.
Die Zusammenarbeit lief sehr gut, findet auch Andreas Wagner von Estably: „fintechcube war in unserer Anfangsphase ein ganz wichtiger Partner, ohne den Estably in dieser Form sicher nicht entstanden wäre!“

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Daniel Rieger  
Partnerships Development Manager  
daniel.rieger@fintechcube.com   • LinkedIn
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Silvia Schaub

zusammen mit Sarah Kolberg

Mit ihrer langjährigen Erfahrung aus großen Verlagshäusern unterstützt Silvia Schaub seit 2020 fintechcube als Senior Content Managerin und hat dabei ihre Leidenschaft fürs Digitale entdeckt.