Welche Art von IT-Dienstleistung kann Ihr Unternehmen weiterbringen?

Next Big Think Aug. 31, 2021

Am Arbeitsmarkt sind Entwickler stark gefragt. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich, IT-Aufgaben an externe Dienstleister auszulagern. Der Finanz- und Versicherungsbereich gilt hier als Digital Leader. Doch welche Leistungen sind überhaupt für das IT-Outsourcing geeignet? Wir erklären anhand von praxisnahen Beispielen, welche drei Ebenen man hierbei unterscheidet.

Es existieren drei Leistungsebenen beim IT-Outsourcing:

Die Infrastruktur-Ebene

Statt in eigene Infrastruktur vor Ort zu investieren, können Unternehmen derartige Services bei entsprechenden Dienstleistern anmieten. Der Anbieter stellt Rechenleistung in materieller oder virtueller Form zur Verfügung. Der Kunde kann Server, Cloud-Speicherplatz oder Infrastruktur in Rechenzentren beanspruchen.

Beispiel: Die größten Anbieter für infrastrukturelle Leistungen sind Google, Amazon Web Services, Microsoft und IBM. Viele Dienstleister, die Leistungen in den nachfolgenden Ebenen anbieten, greifen auf die Services dieser Unternehmen zurück: Software und Prozesse werden auf die Infrastruktur zugeschnitten.

Die Anwendungs-Ebene

Der externe Dienstleister stellt beim sogenannten “Application-Outsourcing” Softwarelösungen zur Verfügung. Neben Mobile Apps könnten darunter auch Online-Shopsysteme oder die Entwicklung von Websites und damit zusammenhängende Funktionen gefasst werden.

Beispiel: Die Baden-Württembergische Bank (BW-Bank), eine Tochter der Landesbank Baden-Württemberg, hat eine Applikation beauftragt, um ihren Kunden eine digitalen Zugang zur Vermögensverwaltung zu ermöglichen. Diese soll ihnen einen ortsunabhängigen Zugang zu Vermögensinformationen bieten, der nicht an Öffnungszeiten und sonstige Erreichbarkeiten gebunden ist. Dafür hat die Bank mit einem externen Dienstleister zusammengearbeitet, der sich gut in der Finanzbranche auskennt und über ein großes Netzwerk aus Entwicklern und Spezialisten verfügt: fintechcube. Innerhalb von neun Monaten hat das Münchner Startup Konzept und Design für die Applikation erstellt. Herausfordernd war es, die Anwendung in die Infrastruktur der Sparkassen sowie das interne Portfoliomanagementsystem anzubinden und deren hohe Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Seit 2020 wird den Kunden der BW-Bank durch die Anwendung ein mobiler, digitaler Zugang zu all ihren Depots und Assets bei der BW-Vermögensverwaltung zur Verfügung gestellt.

Die Prozess-Ebene

Diese letzte Ebene ist die komplexeste. Um Geschäftsprozesse outzusourcen, benötigt der externe Dienstleister Einblick in die internen Abläufe eines Unternehmens. Der Anbieter muss verstehen, wie im Kundenunternehmen gearbeitet wird. Er muss die Bedürfnisse und Pain Points der Endkunden nachvollziehen, um eine neue digitale Lösung zu entwickeln.

Beispiel: fintechcube hat eine Plattform zur Depoteröffnung und -verwaltung für die DJE Kapital AG entwickelt: Solidvest ist heute eine der erfolgreichsten digitalen Vermögensverwaltungen in Deutschland und Mitglied im Verband unabhängiger Vermögensverwalter. Die Plattformlösung biete Kunden einen digitalen Zugang zu den Leistungen des Unternehmens bindet und die Backoffice-Prozesse des Vermögensverwalters direkt an. Um zu verstehen, was sich die Endkunden wünschen und was sie brauchen, hat fintechcube qualitative Interviews mit potentiellen Verbrauchern durchgeführt. Aus den Erkenntnissen und weiteren quantitativen Messungen wurde ein Konzept erstellt, dass innerhalb von vier Monaten umgesetzt und ausgerollt wurde. Der Kunde kann eigenständig in einer digitalen Strecke seine Daten hinterlegen und Schritt für Schritt ein Depot eröffnen. Die Informationen werden an Solidvest  und an die depotführende Bank übermittelt und können digital weiterverarbeitet werden. Nach dem Vertragsabschluss kann der Endkunde seine Anlagen in einem Dashboard einsehen und verwalten.

Der Abschluss der Vermögensverwaltung kann heute innerhalb von nur acht Minuten erfolgen und wurde somit enorm verkürzt. Nach einem Jahr des Digital-Roll-Outs wurden 20 Millionen Euro über die Plattform angelegt und durch Solidvest verwaltet. Der Prozess konnte nicht nur auf Kundenseite entschlackt werden, auch der Arbeitsaufwand der Mitarbeiter der Vermögensverwaltung wurde enorm reduziert. Zudem konnte durch den digitalen Prozess eine jüngere Zielgruppe erreicht werden.

Solidvest-Projekt hier einsehen.

Auf der Prozessebene braucht es mehr als nur ein Entwickler-Team. Der Dienstleister muss die Arbeitsweise, Abläufe und Zielgruppe des Unternehmens verstehen. Sie sollten also vorzugsweise mit einem Partner zusammenarbeiten, der sich in Ihrer Branche auskennt und Referenzprojekte aufweisen kann.

Aber auch frischer Wind kann dazu beitragen, die eigenen Prozesse aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und neu zu denken. Wer neue Ideen und Perspektiven möchte, sollte in Erwägung ziehen, ein junges Unternehmen anstelle eines alteingesessenen IT-Dienstleisters zu wählen.

IT-Dienstleister haben die aktuellen digitalen Entwicklungen im Blick und können den hohen Anforderungen beispielsweise in Fragen des Datenschutzes gerecht werden. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kernkompetenzen und entlasten Sie Ihr Team. Geben Sie Softwareentwicklung und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen an kompetente externe Dienstleister ab. fintechcube unterstützt Sie gern! Mit über 250 IT-Spezialisten in Europa und einem erfahrenen Projektmanagement-Team bieten wir hochqualifizierten IT-Support.

Lernen Sie mehr über unsere bisherigen Kundenprojekte und finden Sie heraus, ob wir zu Ihnen passen. Wir beraten Sie gern! 
Daniel Rieger 
Partnerships Development Manager 
E-Mail: daniel.rieger@fintechcube.com
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Sarah Kolberg

Sarah Kolberg ist Redakteurin bei fintechcube und hat sich in ihrer bisherigen Laufbahn vor allem mit der digitalen Transformation im Public Sector beschäftigt.