Mehr Neuverträge durch digitalen Vertragsabschluss

Next Big Think Apr. 27, 2021

Vertriebler und Marketing-Experten wissen: Neukundengewinnung ist die Königsdisziplin. Es ist etwa fünf Mal teurer, einen Neukunden zu akquirieren als einen Bestandskunden zu halten. Die Aufmerksamkeit neuer Zielgruppen auf das eigene Unternehmen zu lenken, ist mit hohem Arbeitsaufwand und Werbekosten verbunden. Das größte Stück Arbeit ist schon getan, wenn sich ein Neuling für das beworbene Produkt interessiert. Der Vertragsabschluss sollte daher so einfach wie möglich ablaufen, um das Interesse nicht sofort wieder durch komplizierte und zeitaufwändige Prozesse zu verlieren. Eine digitale Vertragsstrecke kann maßgeblich dazu beitragen, dass mehr Neuverträge zu Stande kommen. Wie genau das funktioniert? Lesen Sie hier!

Analoge Vertragsprozesse führen zu unzufriedenen Kunden

In einer Studie von Forrester Consulting aus dem Jahr 2020 wurden beinahe 1.000 Führungskräfte zu ihrem Vertragsmanagement befragt. Hier zeigten sich enorme Defizite: 98 Prozent der Befragten gaben an, dass die analoge Vertragsverwaltung Probleme im Arbeitsalltag mit sich bringt. Besonders Fehler innerhalb der Verträge zu berichtigen und Kundendaten händisch einzupflegen, werden von den Studienteilnehmern als großer Aufwand benannt. Knapp die Hälfte der Befragten stellt heraus, dass die alten Vertragsmethoden mit schlechten Kundenerfahrungen einhergehen.

Denn die papierbasierten Abläufe bringen langwierige Genehmigungsprozesse mit sich. Mit der Corona-Krise hat sich diese Situation weiter zugespitzt. Mitarbeitende sind im Home Office, Kunden dürfen nur unter strengen Auflagen in die Filialen. Was damals noch mit einem Gang in das Nachbarbüro erledigt werden konnte, müssen Unternehmen heute mit Scans, Fax oder gar mit Postwegen lösen. Unterschriften und Prüfungen werden zum Zeit- und Stressfaktor. So steigen die Nachfrage und die Notwendigkeit von digitalen Vertragsabschlüssen.

Mehr Zeit für Kundenbetreuung durch digitalen Vertragsabschluss

Mit digitalen Prozessen im Vertragsmanagement lassen sich eine Vielzahl der Probleme lösen, die Unternehmen an analogen Abläufen kritisieren. Mitarbeitende werden von operativen Aufgaben entlastet, die mit der Vertragsschließung in Papierform zusammenhängen und können effizienter arbeiten. So haben sie mehr Zeit für individuelle Beratungsgespräche. Ist die digitale Vertragsstrecke erst einmal aufgesetzt, reduziert sie den Arbeitsaufwand sowie Kosten und schaufelt Ressourcen frei.

Bequem und kurzfristig Verträge schließen

Der bessere Kundenservice ist nur ein Argument, dass für den digitalen Vertragsabschluss spricht. Die wohl wichtigsten Aspekte sind Zeit und die Unabhängigkeit vom Standort. Durch eine digitale Vertragsstrecke können Daten einfach online eingesammelt und in kurzer Zeit mit nur wenigen Klicks ausgebessert werden. Die Übersendung an Prüfstellen oder das Einholen von Genehmigungen kann kurzfristig erfolgen: Ganz egal ob Kollegen aus dem Homeoffice arbeiten oder der Kunde vier Stunden Autofahrt entfernt wohnt. Diese Zeitersparnis kann ausschlaggebend dafür sein, dass sich ein Kunde für Ihr Unternehmen, nicht für einen Wettbewerber entscheidet. Sie werden so auch für Kunden attraktiv, die möglichst schnell ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung benötigen. Besonders in Zeiten von Corona ist es außerdem von Vorteil, dass der Vertragsschluss kontaktlos erfolgen kann.

Neue und jüngere Kunden durch digitale Prozesse

Digitalaffine Interessenten haben wenig Motivation, sich durch Papierberge von Vertragsdokumenten und Formularen zu wühlen. Sie wollen einfache und schnelle Lösungen. Durch ein digitales Vertragskonzept können Sie eine größere und vor allem jüngere Zielgruppe erreichen.

Wie erfolgreich eine Umstellung auf eine Digital-Lösung sein kann, zeigt das Projekt Solidvest. Die DJE Kapital AG hat fintechcube beauftragt, um eine webbasierte Plattform zu entwickeln, die es Kunden ermöglicht, online Depots anzulegen. Innerhalb von vier Monaten konnte die Lösung ausgerollt werden. DJE Kapital berichtet, dass sie ihren Kundenstamm durch das digitale Angebot maßgeblich erweitern und verjüngen konnte. Im Durchschnitt gewinnen sie täglich einen Neukunden mit einem Depot über rund 70.000 Euro über die Plattform. Durch die Automatisierung konnten interne Prozesse effizienter gestaltet werden. So war es möglich die Mindestanlagesumme der Vermögensverwaltung auf 25.000 Euro zu senken, sodass auch kleinere Anleger angesprochen werden können. Einem Jahr nach dem Roll-Out wurden mithilfe der Plattform 20 Millionen Euro verwaltetes Vermögen eingesammelt. Ein voller Erfolg!

Heute kann die Digitalisierung von Verträgen noch zu enormen Wettbewerbsvorteilen führen. Schon bald wird sie vor allem eins: Standard. Eine Tendenz, dass sich administrative Prozesse in Zukunft vollständig in der digitalen Welt abspielen, ist klar erkennbar. Nutzen Sie die Chancen des digitalen Wandels, bevor es zu spät ist! Wir stehen Ihnen als kompetenter Partner zur Seite. Gern beraten wir Sie in einem unverbindlichen Gespräch.

Daniel Rieger 
Partnerships Development Manager 
E-Mail: daniel.rieger@fintechcube.com
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Sarah Kolberg

Sarah Kolberg ist Redakteurin bei fintechcube und hat sich in ihrer bisherigen Laufbahn vor allem mit der digitalen Transformation im Public Sector beschäftigt.