Was brauchen wir wirklich? Oder: Die Psychologie von Trends

cubeacademy Apr. 09, 2020

Dank der Digitalisierung und Vernetzung der Welt muss kein Unternehmen  stillstehen. 24/7 arbeiten die Server, sind potentielle Kunden online, Wettbewerber am Experimentieren. Der Druck, womöglich abgehängt zu werden oder etwas zu verpassen, verlangt von uns eine „Always-On“-Mentalität. Bye-bye, geregelter Arbeitstag. Tschüss, 40-Stunden-Woche. Und warum das Ganze? Weil wir es können. Tatsächlich ist das eine wichtige Eigenschaft eines jeden Trends: Nimm teil – und du bist dabei. Höchste Zeit, nicht nur immer hinterherzulaufen, sondern kurz innezuhalten…

Das Bedürfnis, irgendwo dazugehören zu wollen, ist uns angeboren. Warum heften wir uns oft an Trends wie Post-Its an die Wand? Weil wir  Teil von etwas Größerem sein wollen. Zu einer Gruppe gehören und mitreden möchten. In einer Zeit, in der Religionen an gesellschaftlichem Einfluss verlieren, in der Familien immer kleiner werden, Freunde immer weiter weg wohnen, sind Trends fast so etwas wie ein Ersatz für Zughörigkeit. Wir tragen Bermudas, weil die 2020 mega angesagt sind, essen High Protein Bars im Office statt Schokolade und fühlen uns total fit und gesund dabei, und arbeiten uns kaputt rund um die Uhr, weil das irgendwie grad alle machen…  Je mehr Menschen einem Trend folgen, desto mehr Macht gewinnt er. Wir hinterfragen nur selten, was der Trend für unser Leben bedeutet oder welche Nachteile er vielleicht mit sich bringt.

Trend in Sicht? Nichts wie hinterher. Der Wunsch dazuzugehören ist uns angeboren…

Viele Trends beeinflussen unser emotionales Wohlbefinden beeinflussen, ohne das wir es merken. Stichwort Werbegeschenke: In einem Jahr sind es die Trinkflaschen, im nächsten die Smartphone-Screenputzer, davor waren es irgendwann mal die Schlüsselbänder. Und dann gibt es noch die Social Trends, die größten und mächtigsten ihrer Gattung. Wie stark wir von den sozialen Medien abhängig sind, ihnen folgen und unser Leben an ihnen ausrichten, lässt sich ganz leicht an der Anzahl daran erkennen, wie oft wir am Tag das Bedürfnis haben uns mitzuteilen oder zu checken, wer wieder etwas gepostet hat. Wir folgen und werden gefolgt, wir liken und werden geliked, wir hashtaggen und werden getagged. Und warum das alles? Weil wir es können. Aber denken wir auch darüber nach, ob wir es wollen?

Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in dem Seminar Achtsames Arbeiten – und falls auch du dir diese Frage manchmal stellst, dann freuen wir uns dich bald bei uns in der cubeacademy begrüßen zu dürfen.

Autor: Sophie Friedrich

Sophies Erfahrung aus Strategieberatung, Startups & Coaching steht für menschlich orientierten Wandel & Innovation, um die optimale Kombination aus süß & salzig, die Lust auf mehr macht, zu schaffen.

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Sophie Friedrich

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